Offener Brief – ins Schwarze getroffen

Mit unserem Offenen Brief an den Vorstand haben wir ins Schwarze getroffen. Die Vorstandsdevise lautet: Beschwichtigen und Anschwärzen statt klarer Worte.
Eifrig assistiert dabei die FCG in der A1 Telekom, die Seite an Seite mit der Unternehmensführung reale Jobabbaupläne flapsig wegwischt.
Lasst euch nicht Sand in die Augen streuen! Was sind wirklich die Fakten?

Neue Verantwortliche verunsichern durch unklare Aussagen in den Medien

Wir haben im September fünf berechtigte Fragen an den Vorstand gestellt. Deswegen im September, weil die neuen CEOs zu dieser Zeit ihre Jobs angetreten haben. Seit damals geistern Personalabbaupläne in den Medien und den Gängen im Unternehmen herum. Wir fordern klare Worte.

Unlautere Rechenbeispiele

Die Vorstände beklagen immer wieder, dass die A1 zu hohe Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz hat. Die Konkurrenzunternehmen würden ihre Umsätze mit weitaus weniger Personal schaffen. Dieser Vergleich ist aber unzulässig. Fast der gesamte Telekomunikations-Verkehr erfolgt nämlich über A1 Telekom Leitungen und das noch mit zu unserem Nachteil regulierten Preisen. Was hinter derartigen Rechenbeispielen steht, ist klar: Profitmaximierung auf Kosten des Personalstands.

Wie sicher sind unsere Jobs?

Schon seit dem Börsengang gibt es 10.000 Arbeitsplätze weniger bei uns. Im Zuge der Digitalisierung werden laut Aussagen der CEOs in den Medien nun weitere Arbeitsplätze wegfallen. Von den fast 10.000 aktiven KollegInnen bei A1 (ohne die 1.600 karenzierten KollegInnen) sind rund 4.000 KollegInnen ohne Kündigungsschutz (das sind KollegInnen, die ab 2001 bei uns begonnen haben). Weitere 1.000 KollegInnen haben nur einen erweiterten Kündigungsschutz. Ob sich die restlichen KollegInnen (BeamtInnen und eh. Vertragsbedienstete) sicher fühlen können, wird sich bei dieser Regierungskonstellation erst zeigen. Hier ist Klarheit gefordert.

Gehalts- und KV-Verhandlungen 2019 stehen vor der Tür

Im Vorjahr waren vom Vorstand im Rahmen sehr langer und harter Lohnverhandlungen Kündigungen und Outsourcings ein Thema. Das hat die Personalvertretung natürlich strikt abgelehnt. So wie in der Vergangenheit steht die FSG verhandlungsführende Fraktion wieder für eure Rechte und einen guten Lohnabschluss